Selbst feinste Gefäße lassen sich darstellen

 


Angiographische 3D-Darstellung eines Hirngefäßes mit einer Gefäßaussackung (Aneurysma)

Sabine Salié ist MTRA am Städtischen Klinikum in Braunschweig. Susanne Werner von der mtawerden-Redaktion befragte sie zur technischen Entwicklung in der Radiologie und was das für die alltägliche Arbeit als MTRA bedeutet.

Die technische Entwicklung in der Radiologie ist rasend schnell. Wie häufig erhalten Sie neue Geräte?
Salié: Ja, stimmt, die Technik der Großgeräte entwickelt sich wirklich sehr schnell. Computertomgraphen (CT) beispielsweise haben immer mehr Scanschichten pro Rotation. Magnetresonanz-Tomographen (MRT) haben inzwischen Feldstärken von drei Tesla und Angiographiegeräte können 3D-Darstellungen und CT-ähnliche Bilder  erzeugen. In unserem Krankenhaus schaffen wir im Durchschnitt etwa alle acht Jahre neue Großgeräte an.

Welche technische Entwicklung ist für sie die spannendste?
Salié: Die Angiographie ist mein Hauptbetätigungsfeld. Daher finde ich die technische Entwicklung dort am spannendsten. Angiographiebilder, die mit dem Flachdetektor erzeugt werden, sind viel brillanter. Selbst feinste Gefäße lassen sich darstellen. 3D-Rekonstruktionen können erzeugt werden und lassen sich und in beliebige Raumrichtungen drehen. Dies hilft sehr bei den immer diffizileren Eingriffen, die in manchen Krankheitsfällen notwendig sind.

Sorgt die neue Technik für mehr Arbeitsaufgaben und Verantwortung von MTRA oder tritt eher ein Rationalisierungseffekt ein?
Salié: Es gibt nicht unbedingt neue Arbeitsaufgaben. Allerdings sind viele neue Untersuchungen möglich und so wächst das Spektrum der Untersuchungen und MTRA-Tätigkeiten. Als MTRA müssen sie sich immer wieder rasch in die neuen Untersuchungstechniken einarbeiten. Auch die Patientenvorbereitung wird mit der neuen Technik aufwändiger. Vor allem aber werden die Untersuchungszahlen an den neuen, schnellen Geräten (besonders CT und MRT) erhöht, was für uns auch eine hohe körperliche und oft auch nervliche Belastung darstellt.