360°-Video, TV: Frühstart Leben

Lass dich in die Situation eines Frühgeborenen versetzen, das nach und nach seine Umwelt wahrzunehmen beginnt. – ARTE durchleuchtet das Thema Frühgeborene. Es erscheint als Doku-Fiktion "Frühstart Leben in 360°-Video" und im TV mit dem Beitrag "Frühstart Leben".

Foto: Laurence mit den Zwillingen Eden und Léandro auf der Frühgeborenenstation: zwischen Erschöpfung, Hoffnung und Verlustängsten / Bildrechte: ARTE/RTBF / © Stenola Productions


FRÜHSTART LEBEN IN 360°

Niemand kann sich an die ersten Monate seines Lebens erinnern, schon gar nicht an die ersten Tage oder die ersten Stunden. Man kommt plötzlich zur Welt, und das Abenteuer Leben beginnt. Für Frühgeborene fängt das Abenteuer schon ein wenig früher an – mit einem Kampf auf Leben und Tod.

FRÜHSTART LEBEN IN 360° versetzt den Zuschauer in die Situation eines Frühgeborenen, das nach und nach seine Umwelt wahrzunehmen beginnt. Es ist noch sehr anfällig, macht Fortschritte, erlebt Rückschläge und kämpft um jeden Tag, den es wachsen und stärker werden kann. Diese immersive Virtual-Reality-Erfahrung ist eine der ersten Doku- Fiktionen in 360°, bei der sich alles um ein Frühgeborenes und seine Welt dreht: Eltern, Ärzte und Pfleger, andere Frühchen und die Hoffnung auf jeden neuen Morgen.

Das 360° Video findest du unter: future.arte.tv/de/fruehstartleben


TV: Frühstart Leben

Die frühgeborenen Zwillinge Eden und Léandro haben einen schwierigen Start ins Leben. Das Licht der Welt, das sie erblicken, gehört zur Klinik: Wochenlang besteht ihre Welt aus gläsernen Kästen, Schläuchen, und blinkenden Monitoren, die ihre Lebensfunktionen dokumentieren. In ihre Ohren dringt weißes Rauschen, Brummen oder schrilles Piepen. Extrem-Frühchen wie Eden und Léandro beginnen ihr Leben mit einem Kampf auf Leben und Tod.

Foto: Der kleine Eden wird medizinisch versorgt. / Bildrechte: ARTE/RTBF / © Stenola Productions


Infos zur Doku

Titel: Frühstart Leben
Sender: ARTE | Länge: 75 Minuten | Dokudrama Belgien 2016

Eden und Léandro sind noch sehr anfällig, machen Fortschritte, erleben Rückschläge und kämpfen um jeden Tag, den sie wachsen und stärker werden können. Ihre Mutter verbringt die Zeit bangend an ihrer Seite. Während die Mediziner ihr Bestes tun, um Komplikationen in den Griff zu bekommen, schwankt die Mutter zwischen Erschöpfung, Hoffnung und Verlustängsten. Ihr eigenes Empfinden scheint mit dem der Babys zu verschmelzen, die sie behütet, als wären sie noch in ihrem Bauch. Sie führt einen Kampf, damit ihre Kinder eines Tages ein eigenständiges Leben führen können, ohne an Maschinen angeschlossen zu sein. Sie hält durch, mit ihren Kindern und für sie, bis zum letzten Tag im Krankenhaus.

"Frühstart Leben" bietet keine objektiven Erklärungen, sondern ist als subjektive Vermittlung des Überlebenskampfes von Frühstgeburten zu verstehen - und als dokumentarisches Eintauchen in die Gefühlswelt der Angehörigen.

Foto: Blick auf den schlafenden Eden im Brutkasten / Bildrechte: ARTE/RTBF / © Stenola Productions


Sinneseindrücke aus der Welt der Frühchen

Nach einer Anfangssequenz, die die Passage durch den Geburtskanal und den Eintritt in ein klinisches und radikal aseptischen Umfeld wie im Traum suggeriert, konzentriert sich das einfühlsame Auge von Claudio Capanna auf die Empfindungen dieser Extrem-Frühchen. In einer Welt, in der "makro" zum natürlichen Maßstab wird, in der die umsichtigen Hände der Erwachsenen genauso groß sind wie die Neugeborenen selbst, werden Details zu Hauptsachen. Am Anfang des Parcours wird alles in Augenhöhe der Frühchen gefilmt, im Mittelpunkt stehen ihre Primärbedürfnisse – atmen, essen, zunehmen, berührt und geliebt werden. Es gibt keine Erklärungen von Experten oder Interviews mit Medizinern. Der Ton spielt eine herausragende Rolle und ergänzt die Sinneseindrücke aus der Welt der Frühchen.