Benny Ledabyll aus Aindling ist begeistert: „In einem Labor zu arbeiten, ist superspannend“. Anfang März war der 15-Jährige bei einem „Schnupperkurs“ an der MTLA-Schule des Berufsbildungszentrums Augsburg dabei. Die Einblicke in die Tätigkeiten einer MTLA haben ihn bestärkt: Wenn er den Abschluss an seiner Realschule in Aichach in der Tasche hat, wird er sich für eine MTLA-Ausbildung bewerben. Susanne Werner von der mtawerden-Redaktion fragte ihn, wie er zum „Schnupperkurs“ kam und was ihn im Labor am meisten faszinierte.
Wie hast Du vom „Schnupperkurs“ an der MTLA-Schule Augsburg erfahren?
Benny: Bei einem Berufsinfotag in Augsburg habe ich erstmals etwas über das Arbeiten als MTLA erfahren, zuvor kannte ich den Beruf gar nicht. Die MTLA-Schule war dort vertreten und warb für einen Tag der offenen Tür. Da bin ich natürlich hin und habe die Schule besichtigt. Das hat mir gut gefallen. Die MTLA-Schule bietet zudem regelmäßig „Schnupperkurse“ an. Ich habe mich gleich für einen Termin Anfang März angemeldet.
Was wird in so einem „Schnupperkurs“ geboten?
Benny: Wir waren insgesamt 20 Jugendliche. Aufgeteilt in vier Gruppen wurden uns die vier Arbeitsbereiche im Labor vorgestellt: In der Hämatologie geht es um den Aufbau des Blutes und möglichen Erkrankungen. In der Histologie untersucht man biologisches Gewebe, in der Klinischen Chemie erstellt man Messwerte anhand der Vorgänge im Körper. Die Mikrobiologie befasst sich mit Kleinstlebewesen, die mit bloßen Augen nicht erkannt werden – also Viren, Bakterien, Pilze und so weiter.
Was war das Spannendste?
Benny: Spannend war eigentlich alles. Es ist klasse, was man anhand der Analysen in der Klinischen Chemie alles herausfinden kann. Beeindruckend fand ich auch, dass man beispielsweise alles allein durch die gefundene Menge an roten Blutkörperchen feststellen kann – etwa, dass der Patient wohl an einer Entzündung leidet.
Habt Ihr an „echten Proben“ gearbeitet?
Benny: Zum Teil. In der Hämatologie haben wir eine Blutgruppe bestimmt. Die Blutkonserve war aber bereits mehrfach untersucht worden und somit sicher. Auch in der Histologie haben wir mit einer echten Gewerbeprobe gearbeitet, die in Paraffin, also Wachs, eingebettet war. In der Mikrobiologie haben wir von der Präparatesammlung der MTLA-Schule profitiert und haben unterschiedliche Parasiten, etwa Bandwurmeier, unter dem Mikroskop analysiert. In der Klinischen Chemie stellte sich die vermeintliche Urinprobe schnell als Kräutertee heraus.
Du klingst sehr begeistert – was genau fasziniert Dich an der Arbeit als MTLA?
Benny: Mit einer MTLA-Ausbildung hat man ein relatives breites Spektrum an Möglichkeiten. Man kann in einer Klinik, in einer Praxis oder in der Forschung arbeiten, aber sogar auch bei der Polizei. Und der Job ist natürlich krisensicher, denn kranke Menschen wird es immer geben.
Was würdest Du Deinem besten Freund raten?
Benny: Für jemanden, der medizinisches Interesse hat und gerne arbeitet, ist das ein toller Job. Die Tätigkeiten erfordern vor allem auch selbstständiges und kreatives Arbeiten – vor allem das gefällt mir gut.
Hinweis: Weitere Infos zum „Schnupperkurs“ an der MTLA-Schule in Augsburg können per Email angefordert werden und zwar bei Ingrid Schrembs, stellvertretende Schulleitung, Email: ingrid.schrembs(at)mtla-augsburg.de

