27.08.10

Diese Fakten sprechen für eine Ausbildung in der Radiologieassistenz!


Arbeiten in der Radiologie: Moderne Technik, Medizinisches Wissen und Kontakt mit Patienten.

Foto: Dominik Eisele

Was bringt eine MTRA-Ausbildung? Das fragen sich Jugendliche, die sich in der Berufswelt orientieren. Die MTAwerden-Redaktion hat jene Fakten gesammelt, die den MTRA-Beruf attraktiv machen.

Ein Beruf mit hoher Verantwortung

Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA) führen in der radiologischen Diagnostik auf Anforderung des Arztes selbstständig Röntgenuntersuchungen durch. Ein umfangreiches Fachwissen zur Anatomie sowie physikalisch-technische Grundlagen sind gefordert, um die anspruchsvollen Röntgengeräte bedienen zu können. In der Strahlentherapie/ Radioonkologie sind MTRA verantwortlich für die zielgenaue Bestrahlung von Patienten, die an einem Tumor erkrankt sind. In der Nuklearmedizin untersuchen MTRA Patienten mit Hilfe von radioaktiven Stoffen. Die fachliche Expertise der MTRA ist ein wichtiger, unerlässlicher Baustein in der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung.

Intensiver Kontakt mit Patienten

MTRA müssen aufgrund des intensiven Patientenkontaktes – sei es bei einem Notfall in der Nacht oder in der täglichen Arbeit mit Patienten aller Altersstufen und Gesellschaftsschichten  -  ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und viel Einfühlungsvermögen gegenüber den Patienten mitbringen. In der Strahlentherapie/Radioonkologie zählen die MTRA zu den zentralen Ansprechpartnern der Patienten, da die Patienten in der Regel täglich über mehrere Wochen zur Bestrahlung kommen.  

Abwechslungsreiche Tätigkeit

Die Arbeit als MTRA bietet in der Regel „wenig Routine“: Jeder Patient und jede Diagnose ist anders und erfordert eine individuelle Behandlung. MTRA müssen „bildungshungrig“ sein – schließlich ändert sich die medizinische Technik und Diagnostik laufend und so sind regelmäßige Fortbildungen auch nach der Ausbildung Pflicht.  

Grundlage für viele Karrierewege

MTRA müssen medizinisches Wissen haben, mit moderner Technik umgehen können und intensiv mit Menschen kommunizieren – diese Mischung macht den Beruf attraktiv und bietet ein solides Handwerkszeug, das eine gute Grundlage für eine spätere Weiterbildung ist. Ausgebildete MTRA arbeiten in Kliniken, Praxen oder MVZ, doch auch in Ausbildungseinrichtungen oder in der Industrie sind sie als Experten gefragt.  

Sehr gute Berufs- und Karriereaussichten

Die Beschäftigungs- und Karrierechancen für MTRA sind aktuell sehr gut. Absolventinnen und Absolventen der Radiologieassistenz werden dringend gesucht und können oft sogar zwischen drei bis vier und mehr offenen Stellen wählen.

Geschützte Tätigkeiten

Die Aufgaben von Medizinisch-technischen Assistenten sind als so genannte „vorbehaltene Tätigkeiten“ gesetzlich festgeschrieben (MTA-Gesetz vom 2. August 1993, §9). In der Radiologischen Diagnostik beispielsweise gehört dazu die „Durchführung der technischen Arbeiten und Beurteilung ihrer Qualität“. Damit ist festgelegt, dass nur MTRA aufgrund ihrer spezifischen Qualifikation die technische Seite der Röntgenuntersuchung übernehmen darf.

BAföG-Förderung möglich

In Deutschland gibt es gut 70 Berufsfachschulen, die Ausbildungsplätze für MTRA anbieten. MTRA-Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, eine staatliche Förderung über das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu beantragen. In der Regel sind MTA-Schulen an Krankenhäusern angesiedelt. Das gewährleistet auch die praktische Ausbildung. In manchen Fällen wird ein Schulgeld zwischen 100,- und 300,- Euro erhoben, Lehr- und Lernmittel kommen noch hinzu.   

Bewerbung direkt bei den Schulen

Bewerbungen werden direkt an die ausgewählte Bildungsstätte geschickt. In der Regel sind neben dem Bewerbungsschreiben ein tabellarischer Lebenslauf (Unterschrift nicht vergessen!), die Kopie des letzten Schulzeugnisses sowie ein Lichtbild einzureichen. Manche Schulen verlangen darüber hinaus noch weitere Unterlagen wie etwa die Vorlage eines allgemein-ärztlichen Gutachtens oder den Beleg eines Krankenversicherungsschutzes. Es empfiehlt sich also, vorab bei der ausgewählten Schule nachzufragen. Bewerbungen nehmen die MTA-Schulen direkt entgegen. Der Deutsche Verband Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin hat einen „Schulfinder“ auf seiner Homepage www.dvta.de eingerichtet – dort können Interessierte die nächste Ausbildungsstätte in Ihrem Umkreis finden.  

Weitere Informationen zum MTRA-Beruf:

Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit www.berufe.tv können anschauliche Filme zu den MTA-Berufsfeldern abgerufen werden.

Noch Lust auf einen Test zur Berufswahl? Die Stiftung Warentest hat im Frühjahr 2007 mehrere Tests für Jugendliche zur Selbsteinschätzung in Sachen Berufswahl untersucht. Zwei davon erreichten das Qualitätsurteil „sehr gut“ und einer davon ist kostenlos im Internet auf der Homepage der Ruhr-Universität Bochum zu finden.

 

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