Daniela Göppel (seit sechs Jahren als MTLA an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig, 29 Jahre alt):
„Die Arbeit als MTLA ist vielseitig und damit abwechslungsreich, aber es ist auch viel Routine dabei. Das gefällt mir am MTA-Beruf nach wie vor. Nach meinem Abi 1999 habe ich zunächst ein Biologie-Studium begonnen. Schon nach dem ersten Semester war klar, dass mir die praktische Arbeit mehr Spaß machen würde. (Das Studium war mir zu theoretisch. Zudem waren viele Themen aus Zoologie und Botanik dabei, die mich nicht so faszinieren.)
Die Mikrobiologie ist superspannend. Als MTLA analysiere ich lebende Materie wie eben Bakterien. Der Arbeitsbereich ist wenig automatisiert und das bedeutet, dass man sein Handwerk beherrschen muss. Nach der Ausbildung an der Medizinischen Hochschule in Hannover wurde mir eine Stelle in der Grundlagenforschung angeboten. Ich bin nun Teil eines Teams, das den Helicobacter pylori erforscht – das ist ein schraubenförmiges Bakterium, dass bei 50% aller Menschen weltweit in der Magenschleimhaut lebt und dort eine Gastritis und in seltenen Fällen auch ein Magengeschwür oder ein Magenkarzinom verursachen kann.
Es ist eine verantwortungsvolle Arbeit und ich kann damit dazu beitragen, dass sich die Rätsel um dieses Bakterium nach und nach lösen lassen. Ein tolles Gefühl! Ja, die Ausbildung zur MTLA ist wie ein kleines Studium mit sehr viel Praxis. Das kann ich nur empfehlen!“
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