Arbeitsplatz Klinik – jetzt erkunden

Ein Großteil der Medizinisch-technischen Radiologieassistentinnen und Radiologieassistenten arbeitet in Krankenhäusern. Interessierst du dich für eine MTRA-Ausbildung, so kannst du dein mögliches zukünftiges Arbeitsumfeld jetzt virtuell kennen lernen.

Im September 2014 hat das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) zusammen mit rbb-online eine Webdoku erstellt. Klick dich einfach durch die verschiedenen Bereiche des Krankenhauses. Du entscheidest, wohin du gehen möchtest: Etwa ins Brandverletzten-Zentrum oder ins Herzkatheder-Labor. Du kannst dich auch einer Schülergruppe anschließen und einen Teil des UKB im Schnelldurchgang durchlaufen.

Anflug auf das UKB
Bild: rbb/Veit Jungnickel

Bereich Rettungsstelle

In der Rettungsstelle, dem Herzstück des UKB, hast du sechs Kurzfilme zur Auswahl:

1. Wie funktioniert die Rettungsstelle?

Die Rettungsstelle des UKB ist die größte in Deutschland: 1600 Quadratmeter, 39 Behandlungsplätze, ein Schockraum mit 4 Parallelbehandlungsmöglichkeiten, 55.000 Patienten pro Jahr. Zunächst werden die Patienten erfasst und ihr Zustand farblich gekennzeichnet: Rot steht für lebensgefährlich, eine OP muss dringend und sofort erfolgen. Grün bedeutet nicht so eilig.

Bild: Webdoku Videostill / rbb

2. In den OP mit Unfallchirurgin Julia Seifert

Ein Motorradfahrer erhält durch Frau Seifert die Diagnose: der Oberschenkelhals ist in der Länge gebrochen. Operieren darf ihr junger Kollege, dem sie anleitend und motivierend zur Seite steht.

3. Voller Einsatz: Zwei Schwerverletzte werden eingeliefert

Aus dem Hubschrauber geht’s direkt in die erste Anlaufstelle, den Schockraum, in dem verschiedene Spezialisten schon auf die Patienten warten. Nach der Erstversorgung und der äußerlichen Begutachtung soll ein MRT klären, ob neben den Brandverletzungen noch weitere Organe betroffen sind. (S. auch den Blog von Karsten, MTRA in der Ausbildung: SCHOCKRAUMALARM)

Bild: rbb

4. Schockraum

Der 18-jähriger Philipp wird nach einem Autounfall in die Rettungsstelle gebracht. Im Schockraum erfolgt die Diagnose Halswirbelbruch. Eine schwierige OP, in der der zertrümmerte 7. Halswirbel entfernt wird, schließt sich an. Vor dem Schockraum wartet die Mutter. Sie erfährt als erste, dass ihr Sohn vorerst und möglicherweise bleibend querschnittsgelähmt sein wird. Neben dem Handwerk rückt dieser Film-Beitrag auch das Thema Umgang mit Patienten und Angehörigen in den Fokus.

5. Auf Putztour mit Fred Mindach

Die „Putzkugel“ desinfiziert in der Rettungsstelle u.a. den Schockraum mehrmals in seiner Schicht. Dabei arbeitet er geräuschlos und unsichtbar, um den Betrieb nicht zu stören.

Für Fred Mindach (Bild) ist das Putzen in der Notaufnahme nicht einfach nur ein Job.
Für Fred Mindach (Bild) ist das Putzen in der Notaufnahme nicht einfach nur ein Job. / Bild: rbb

6. Lang im Job, neu im Job – fragen Sie die Notfallärzte?

Zwei Ärzte beantworten deine Fragen.


Bereich Neurologie

In der Neurologie kannst du eine Schlaganfall-Diagnose per Datenleitung verfolgen. In der Abteilung für Radiologie begutachten und beurteilen Radiologinnen und Radiologen Röntgenbilder und MRT-Aufnahmen – nicht nur aus dem UKB, sondern auch aus anderen Krankenhäusern. Deutschlandweit sind es 15 Krankenhäuser, die mit dem UKB vernetzt sind. Der Fachbegriff dazu lautet Tele-Radiologie. Diese ermöglicht eine professionelle Diagnose bis in die radiologisch unterversorgten Regionen Deutschlands.  

So etwa bis ins brandenburgische Neuruppin. Der Schlaganfall-Patient Ralf wäre ohne den Datenaustausch des Krankenhauses in seiner Heimatstadt mit dem UKB und der umgehenden Verlegung ins UKB möglicherweise verstorben. Seinen Krankheitsverlauf von den ersten Anzeichen, über die tele-radiologische Diagnose bis zur rettenden O.P. kannst du du dir im Bereich Neurologie anschauen.  


Weitere Bereiche

Neben den genannten Bereichen findest du:
• Seelsorgerm
• Hubschrauberdach
• Reha

Und den Personen-Aufzug. In diesem gibt es noch viel mehr zu entdecken wie die Hygienebeauftrage etc.

Bild: rbb

Auf Leben und Tod – Die vierteilige Filmdoku

Zeitgleich zum Launch der Webdoku strahlte der rbb die vierteilige UKB-Reportagereihe „Auf Leben und Tod“ aus. 

Analog zur Webdoku erhältst du Einblicke in das modernste Unfallkrankenhaus Deutschlands im Berliner Stadtteil Marzahn. Du nimmst Teil am anstrengenden und zugleich faszinierenden Krankenhausalltag von Patienten, Ärzten, Pflegekräften, Reinigungspersonal und Seelsorgern.

Die Reportage zeigt authentische Fälle der Rettungsstelle, von der Aufnahme der Patienten über die ersten Schritte der Behandlung bis zur Entlassung. So wie im Fall des 18-jährigen Philipp, der nach einem Verkehrsunfall die Diagnose Querschnittslähmung erhielt, aber die Hoffnung nicht aufgibt, seine Beine doch wieder bewegen zu können. Philipp kennst du schon aus der Webdoku.

Bild: rbb/Veit Jungnickel

Zusatzfolge

Drei Monate nach der Erstausstrahlung der Serie, im Dezember 2014, gab es ein Wiedersehen: Die Filmemacher besuchten erneut Patienten (u.a. Philipp) sowie Ärzte und zeigen, wie es ihnen ergangen ist und welche Fortschritte sie erzielt haben.

Die Webdoku findest du hier:

http://media.rbb-online.de/rbb/webdoku/ukb/index.html


Zu den fünf Folgen der ersten Staffel gelangst du über folgenden Link:

https://www.rbb-online.de/auf-leben-und-tod/