Schüler/-innen fordern Ausbildungsvergütung für MTA

Die Schülerinnen und Schüler der MTRA-Schule des Uniklinikums Bonn folgten am Donnerstag, den 9. Februar dem Aufruf zum Warnstreik von ver.di und fuhren zum Landtag nach Düsseldorf. Die Tarifverhandlungen sind bislang ohne Erfolg verlaufen, da die Arbeitgeber die gestellten Forderungen unkommentiert ließen. Besonders die Forderung nach Vergütung für die schulischen Ausbildungen fiel bei den Arbeitgebern schnell unter den Tisch.


Bei bestem Wetter startete die Truppe am Uniklinikum Bonn in einem extra für die Azubis gestellten Bus. Bei Ankunft an den Rheinwiesen hatten sich bereits mehrere hundert Menschen zur Vorkundgebung versammelt.

Kurz vor Beginn des Demonstrationszuges sprach der Jugendvertreter Denis Schatilow, der selber die unbezahlte Ausbildung zum Medizinisch-technischen Radiologieassistenten absolviert hat. Er ging bei seiner Rede besonders auf die Forderung nach Vergütung der schulischen Berufsausbildungen ein.

Den Demonstrationszug Richtung Landtag führten die Auszubildenden an. Dabei hielten sie selbstbemalte Banner hoch und riefen Slogans wie:
„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Kohle klaut!“

Am Landtag versammelten sich alle Demonstranten vor einer große Bühne. Viele Vertreter von Arbeitnehmern hielten Reden, in denen sie ihre Forderungen erneut kundtaten. So auch ver.di-Chef Frank Bsirske, der in seiner Rede u.a. auf die für die MTRA-Schüler/-innen so wichtige Forderung einging.

Alles in allem zogen die Schülerinnen und Schüler ein positives Fazit aus dem Tag. Sie waren aktiv daran beteiligt, weitere Steine ins Rollen zu bringen. Und damit nicht genug.: Zwei der Schülerinnen und Schüler des Uniklinikums Bonn sind an den weiteren Verhandlungen in Berlin beteiligt. Bis zum Herbst soll es eine Einigung über die Vergütung schulischer Ausbildungsberufe geben.


Text und Fotos: MTA-Schule des Universitätsklinikums Bonn und ver.di