Mönchengladbach: Ausbildungsvergütung für MTRA

Frederik positioniert den Arm einer Patientin, um das Handgelenk röntgen zu können.
© Akademie für Gesundheitsberufe in Mönchngladbach

Vorsichtig dreht Frederik Bröcker den Arm der Patientin nach links. Ein kurzer Blick in das Lehrbuch, das vor ihm liegt, ein prüfender Blick, ob sich das Handgelenk in der richtigen Position befindet, um geröntgt zu werden.

Im Kreis um ihn herum stehen einige Mitschüler und Prof. Dr. Müller-Leisse, Chefarzt der Klinik für Radiologie an den Kliniken Maria Hilf GmbH und Leiter der MTRA-Schule. Sie schauen dem jungen Mann über die Schulter. Es ist Montagmorgen in der Akademie für Gesundheitsberufe (kbs), auf dem Lehrplan der MTRA-Schüler steht die praktische Übung.

Soweit unterscheidet sich die MTRA-Ausbildung in Mönchengladbach kaum von der Ausbildung in anderen Landesteilen, aber ein Punkt macht sie bislang einzigartig:

Ausbildungsvergütung ab dem 1. Lehrjahr

Auszubildenden der kbs erhalten eine Ausbildungsvergütung. Diese orientiert sich in der Regel an der Ausbildungsvergütung für Medizinische Fachangestellte (MFA). Die Ausbildung für MFA wird wie folgt vergütet:

1. Ausbildungsjahr: ca. 820 Euro + Schichtzulage und allgemeine Zulage
2. Ausbildungsjahr: ca. 880 Euro + Schichtzulage und allgemeine Zulage
3. Ausbildungsjahr: ca. 990 Euro + Schichtzulage und allgemeine Zulage

Die genaue Höhe richtet sich nach den tariflichen Vorgaben des jeweiligen Trägers der praktischen Ausbildung.

Mix aus Technik und Sozialem

Die Ausbildung zur Medizinisch-technische Radiologieassistenz (MTRA) gibt es in ihrer jetzigen Form in Mönchengladbach seit 2013. Der erste Ausbildungsjahrgang befindet sich im letzten Lehrjahr.

„Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf“, sagt Serpil Kerinc (47), die sich im 2. Bildungsweg für die Ausbildung entschieden hat. Der Mix aus Technik und Sozialem, darin sind sich Kerinc und ihre Mitschülerin Kathrin Paul (20) einig, ist das, was den Beruf so spannend macht.

© Akademie für Gesundheitsberufe in Mönchngladbach

Jede Menge Fachwissen

Vielseitig sind auch die Ausbildungsinhalte: Wer als MTRA arbeiten will, sollte sich in diagnostischer Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie auskennen. „Um eine Röntgenaufnahme korrekt aufzunehmen und diese analysieren zu können, brauche es eine Menge Fachwissen“, sagt Andrea Windeck, Lehrerin in der MTRA-Schule.

„Selbstverständlich ist die tiefer gehende Interpretation des Röntgenbilds Aufgabe des Radiologen, jedoch sollte der Assistent in der Lage sein, einen Notfallbefund zu erkennen“, so Windeck. Selbständigkeit sei da gefragt, ein Verständnis für technische Prozesse und für die Physiologie des Menschen.

Ebenso wichtig: eine hohe Sozialkompetenz. „Man darf keine Scheu vor dem Umgang mit kranken Menschen haben“, sagt Frederik Bröcker (21). Gleiches gilt für die Teamfähigkeit, da Radiologie-Ärztinnen und -Ärzte und MTRA täglich Seite an Seite arbeiten. Wie jeder medizinische Beruf gibt es auch hier eine Menge Verantwortung. Schließlich geht es um kranke Menschen.

Beginn der Ausbildung

Die MTRA-Ausbildung beginnt jeweils zum September mit 15 Schülerinnen und Schülern.

Bewerbung

Bewerbungen nimmt die Akademie für Gesundheitsberufe in Mönchengladbach jederzeit entgegen. Vorteilhaft sind gute Noten in Mathematik, Physik und Biologie.

Nächster MTRA-Ausbildungsbeginn ist der 1. September 2016.

Ansprechpartner sind Frau Königs und Frau Nieland, Telefon (02161) 892 2552.

Neben deiner Bewegung bei der kbs bewirbst du dich auch bei einem Träger der praktischen Ausbildung.

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch erfolgt unabhängig davon, ob du bereits einen Träger der praktischen Ausbildung nachweisen kannst.

Schulgebühren

Als staatlich anerkannte Pflegeschule erhebt die Akademie für Gesundheitsberufe keine Schulgebühren.

Weitere Informationen

Flyer zur MTRA-Ausbildung in Mönchengladbach

Website der MTRA-Schule der kbs:
http://www.kbs-mg.de/de/medizinisch-technische-radiologieassistenz-mtra.html