MTA – AUSBILDUNG

Du denkst, dass MTA was für Dich wäre? Möchtest Dich aber noch genauer informieren, was ein MTA eigentlich macht... oder brauchst Informationen, wie Du an einen Ausbildungsplatz kommst? Dann bist Du hier richtig.

Welche Fachrichtung interessiert mich am meisten?

Bevor Du Dich für eine Ausbildung zum MTA (Medizinisch-Technische Assistent/in) entscheidest, solltest Du Dir überlegen, welche der vier Fachrichtungen wohl die Richtige für Dich wäre: 

  • MTLA: Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten arbeiten in Laboren.  Sie bereiten entnommenes Gewebe so auf, dass es sorgfältig untersucht werden kann oder analysieren das Blutbild. Sie müssen das normale Zellbild von Geweben und Organen genau kennen, um fehlerhaft aufgearbeitete Präparate auszusortieren – schließlich könnten diese zu falschen Diagnosen führen. Weitere Infos undefinedMTLA – was ist das?

  • MTRA: Medizinisch-technische Radiologieassistenten fertigen in der radiologischen Diagnostik auf Anforderung des Arztes selbstständig Röntgenbilder und andere diagnostische Bilder aus dem Körperinneren an. Hier sind Fachwissen zur Anatomie wie auch physikalisch-technische Grundlagen gefragt, um die anspruchsvollen Großgeräte bedienen zu können. In der Strahlentherapie berechnet die MTRA die notwendige Strahlenmenge, simuliert die Bestrahlung am Großrechner, markiert die betroffenen Körperstellen des Patienten, lagert ihn entsprechend und startet die Bestrahlung. In der Nuklearmedizin verarbeitet die MTRA offen radioaktive Stoffe zu einer Art Kontrastmittel (Radiopharmakon), das dem Patienten gegeben wird. Mit physikalisch komplexer Messtechnik ermittelt die MTRA die Verteilung des Radiopharmakons im Patienten und sorgt somit für die notwendigen Daten für Diagnostik und Therapie. In der Strahlenphysik messen MTRA die Strahlendosis am Patienten und in  der Umwelt und sind für den Strahlenschutz und die Qualitätskontrollen verantwortlich. Weitere Infos undefinedMTRA – was ist das?

  • MTAF: Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik messen bei Patienten bestimmte Krankheitsherde oder gesundheitliche Leistungen. In der Audiologie beispielsweise wird das Hörvermögen gemessen, in der Kardiologie das Herz-Kreislauf-System - etwa mit dem Elektrokardiogramm (EKG). Weitere Infos undefinedMTAF – was ist das?

  • VMTA: Veterinärmedizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten untersuchen Gewebe, Organe und Blut von Tieren – von der Biene bis zum Elefanten. Ihr Spezialgebiet ist darüber hinaus die Lebensmitteluntersuchung. Weitere Infos undefinedVMTR – was ist das?


Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um eine Ausbildung zum MTA machen zu können?

Die Mindestvoraussetzung für den Zugang zur Ausbildung als MTA ist der Abschluss einer Realschule oder ein vergleichbarer Schulabschluss und die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs. Und natürlich solltest Du Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern haben und darin auch gute Noten als Grundlage mitbringen. Zudem sollte Dir der Umgang mit Technik Spaß machen.

Wie lange dauert die Ausbildung und wie ist sie aufgebaut?

Grundsätzlich dauert die Ausbildung unabhängig von der Fachrichtung drei Jahre (Vollzeit) und gliedert sich in einen theoretischen und praktischen Teil. Während die theoretische Ausbildung an Berufsfachschulen stattfindet, absolvierst Du den praktischen Teil entweder in einem Krankenhaus oder einer anderen adäquaten medizinischen Einrichtung.

Im praktischen Teil werden die Schwerpunkte dann an der jeweiligen Fachrichtung ausgerichtet, für die Du Dich entschieden hast. Eine detaillierte Beschreibung findest Du unter: MTA – was ist das?

Zum Abschluss der MTA-Ausbildung wird die staatliche Prüfung abgenommen. Sie umfasst einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil.

Was kostet mich die Ausbildung?

Staatliche Schulen, die meist an Kliniken angesiedelt sind, verlangen in der Regel kein Schulgeld, manchmal aber einen Beitrag für Lernmittel. An privaten Schulen hingegen wird ein Schulgeld erhoben. Die Beträge können je nach Schulart, Ausbildungsweg und Trägerschaft deutlich variieren. Frag einfach bei den Schulen, die für dich interessant sind, nach (s. Schulfinder). Darüber hinaus hast Du die Möglichkeit, eine staatliche Förderung über das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu beantragen.

Perspektive

Was derzeit noch für eine Ausbildung als MTA spricht: Die Beschäftigungs- und Karrierechancen sind aktuell sehr gut. Absolventinnen und Absolventen der Radiologie werden dringend gesucht und können oft sogar aus drei bis vier offenen Stellen wählen.

Eine MTA-Ausbildung schafft die Grundlage für vielseitige Karrierewege. Die meisten Arbeitsplätze gibt es in den Krankenhäusern - dort kann ein MTA nach einigen Jahren Berufserfahrung als leitende Fachkraft die gesamte Abteilung führen. Die Industrie sucht immer wieder Applikationsspezialisten: Das sind Fachleute, die zum einen den Ablauf in den Kliniken kennen, zum anderen die eingesetzte Technik steuern können. Als Applikationsspezialist berät man die Kunden (meist Ärzte oder MTRA) und schult das Personal in der neuen Anwendung. Auch gibt es die Möglichkeit, in den Schuldienst zu wechseln und Lehrkraft den MTA-Nachwuchs auszubilden oder aber eine der diversen Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen (Schau einfach mal unter: http://diw-mta.de/).

Bezahlung

Die Bezahlung richtet sich in der Regel nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).



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