MRT ist zwar laut, klingt aber wie David Guetta

Vlog: MRT – Leas Erfahrung & Tipps :)

MTRA erklären Patienten/-innen, wie die MRT-Untersuchung abläuft und wie sie sich verhalten sollen. Oftmals reicht das aber nicht aus, da verschiedene Ängste im Spiel sind. Diese Ängste müssen die MTRA den Patienten nehmen oder zumindest soweit minimieren, dass die Qualität der Aufnahmen nicht leidet. Pauschal-Rezepte, welche Argumente beruhigend wirken, gibt es nicht. Der Hinweis etwa, das laute Geräusch während der MRT könne man sich als David-Guetta-Song vorstellen, dürfte bei einigen Altersgruppen auf Nichtverständnis stoßen.  

Videostill, MRT – Leas Erfahrung & Tipps :), 10:33 Min.

Lea ist Vloggerin. Ihr youtube-Kanal zählt 1.800 Abonnenten/-innen (Stand Oktober 2017). Sie vloggt in erster Linie zu Hair-Styling, Cremes, Masken etc. Ihr Vlog-Beitrag „MRT - Meine Erfahrung & Tipps :)“ fällt da zunächst aus dem Rahmen.

Lea aber bleibt ihrer Linie treu, schildert ihre eigenen Erfahrungen und hat einige gute Tipps. Das wichtige aber ist, dass Lea ihresgleichen erreicht. Ein Blick in die Kommentare verrät, dass ihr Video vor allem von jungen Menschen geschaut wird, denen entweder eine MRT bevorsteht oder die bereits mehrfach MRT-Erfahrungen gesammelt haben. Und das nicht zu knapp, ihr MRT-Vlog hat 30.000 Aufrufe. Lea dürfte somit einer ganzen Reihe Jugendlicher die Ängste vor einer MRT genommen haben.

Lea erzählt

Zunächst schildert Lea ihren Besuch in der MRT-Praxis: Sie kommt rein und wendet sich an die Rezeption. Dort bekommt sie einen Zettel in die Hand gedrückt, den sie ausfüllen soll. Besonders schwer zu beantworten, findet sie die Frage, ob sie unter Klaustrophobie leide. Weil im Kleingedruckten steht, dass sie bei der Antwort mit „ja, ich habe Klaustrophobie“ ein Medikament erhalte, dass eine beduselnde Wirkung hat und anschließend das Autofahren nicht erlaubt, kreuzt Lea „nein“ an.

Als Lea an der Reihe ist, wird sie in einen kleinen Raum geführt. Es ist nicht nötig, dass sie sich entkleidet, es soll ihr Kopf gescannt werden. Aber: Sie muss alle metallischen Gegenstände abnehmen. Leider hat Lea zwei frische Piercings und muss, um diese zu entfernen, erst einmal zu ihrem Piercer. Die MRT wird verschoben.

Zweiter Versuch: Endlich im MRT-Raum muss sich Lea auf die Liege legen. Es wird ihr eine Kanüle gelegt und über ihrem Gesicht eine Maske platziert. Das wichtigste: Sie erhält in die Hand einen Signalgeber, den sie betätigen kann, falls Probleme auftreten, sie sich beispielsweise unwohl fühlt.

Dann geht’s los: Es wird irre laut. Doch Lea denkt einfach an einen David-Guetta-Song. Sie darf sich nicht bewegen, kann aber über einen kleinen Spiegel, der in die Maske integriert ist, ihre Umgehung beobachten. Das lenkt ab. Nach 15 Minuten erhält sie über die Kanüle ein Kontrastmittel. Dann vergehen noch einmal gefühlte 15 Minuten und ihre erste MRT-Erfahrung ist zu Ende. 

Wie kann Leas Vlog dir als MTRA helfen?

1. Der Vlog hilft dir, dich auf Fragen und Ängste vorzubereiten.   Lea schildert ausführlich ihre Ängste und wie sie damit umgeht. Abgesehen von den allgemeinen Ängsten wie der zentralen Frage nach dem Ergebnis, das etwa einen Tumor zu Tage fördern könnte, sind es Fragen wie: Werde ich im MRT Schmerzen haben?  Wie mache ich mich bemerkbar, falls ich mich unwohl fühle?Was passiert mit meinem neuen Piercing?

Habe ich Klaustrophobie? – Gerade letztere Frage ist im Anbetracht des unmittelbar bevorstehenden Aufenthalts in einem riesigen unbekannten Apparat, der das Gehirn in Scheiben schneidet und fotografiert, nicht immer so klar zu beantworten.

2. Patienten die sich im Vorfeld informiert haben – vor allem auf Augenhöhe etwa bei Gleichaltrigen – sind informierter und ein Großteil der Ängste wird ihnen schon genommen sein. Zudem sind sie besser vorbereitet und werden ihren Termin nicht in letzter Sekunde absagen müssen, weil der Verschuss eines frisch gestochenen Bauchnabel-Piercings klemmt.      

Leas Vlog findest du auf youtube unter:
www.youtube.com/watch?v=_YVJmMe2JqE